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Leitungswasser testen: Gründe und Anlaufstellen
Photo by J. Kau on Unsplash

Leitungswasser testen: Gründe und Anlaufstellen

Der Wasserbedarf in Deutschland wird zu etwa 70-75% aus Grundwasser, 20-25% aus Oberflächenwasser (Flüsse und Seen) und nur zu etwa 5-10% aus Quellwasser gedeckt. Die Qualität unseres Leitungswassers ist somit vor allem abhängig von der Qualität unseres Grund- und Oberflächenwassers.

Dank der Trinkwasserverodnung zählt das Leitungswasser in Deutschland zu den reinsten der Welt. Sie können es in der Regel bedenkenlos trinken. Dabei sparen Sie nicht nur Geld, sondern tun auch etwas Gutes für die Umwelt: laut der Verbraucherzentrale ist die Umweltbilanz von Leitungswasser 600-mal niedriger als die von Trinkwasser in Flaschen. Außerdem wird Leitungswasser strenger kontrolliert als Mineralwasser, da die Anzahl der Grenzwerte, die in der Trinkwasserverordnung festgelegt sind, wesentlich höher ist als die Anzahl der Grenzwerte in der Mineralwasserverordnung.

Leitungswasser testen – warum?

Unser Leitungswasser wird streng kontrolliert und hat eine super Qualität. Trotzdem können Grenzwerte durch eine hohe Belastung mit Pestiziden oder Medikamenten vereinzelt überschritten werden, ohne dass es sofort auffällt. Leitungswasser kann außerdem durch alte Rohre aus Blei oder anderen Schwermetallen verunreinigt werden. Besonders im Sommer besteht die Gefahr, dass sich Legionellen in Leitungen vermehren.

Wenn ihr Leitungswasser trüb ist, komisch riecht oder Sie den Eindruck haben, das Wasser löst Kopfschmerzen, Übelkeit oder andere gesundheitliche Beschwerden aus, sollten Sie es testen lassen. Ein Wassertest bietet sich ebenfalls an, wenn Sie mit dem Leitungswasser Babynahrung zubereiten möchten.

Worauf kann ich Leitungswasser testen?

Unreines Trinkwasser hat verschiedene Ursachen:

  • Alte Wasserleitungen bestehen oft aus Schwermetallen wie Blei, Aluminium, Chrom oder Zink. Sie können sich mit der Zeit lösen und verunreinigen so ihr Trinkwasser. Schwermetalle können schwere Gesundheitsprobleme verursachen – besonders bei Säuglingen und Kindern.
  • ​Legionellen sind Bakterien, die in warmen, stehenden Gewässern leben. Die Bakterien können schwere Krankheiten auslösen.
  • Nitrat und andere Pestizide aus der Landwirtschaft gelangen über das Grundwasser in unseren Wasserkreislauf.
  • Medikamenten-Reste können Wasserwerke nur schwer aus dem Leitungswasser filtern. Sie gelangen über den Urin oder falsche Entsorgung ins Trinkwasser-System.

Wenn Sie einen Verdacht haben, warum ihr Leitungswasser unsauber ist, können Sie es gezielt testen lassen. Sie können allerdings auch einen umfassenden Test machen, der alle möglichen Ursachen berücksichtigt. Zusätzlich bieten einige Labore spezielle Wassertests für Babys an. Ihnen liegen strengere Grenzwerte zugrunde als in der Trinkwasserverordnung vorgesehen.

Wo und wie kann ich Leitungswasser testen lassen?

Aktuelle Informationen zur Trinkwasser-Qualität erhalten Sie beim örtlichen Wasserwerk. Zusätzlich können Sie Ihr Leitungswasser selbst testen oder einen Test im Labor durchführen lassen.

In örtlichen Apotheken oder im Internet können Sie Teststreifen für gängige Verunreinigungen kaufen. Damit können Sie Ihr Wasser selbst zuhause testen. Alternativ können Sie Wasserproben in einem nahen Labor untersuchen lassen.

Einige Labore sind auf Wasserproben spezialisiert.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie unter:

https://utopia.de/ratgeber/leitungswasser-testen-gruende-und-anlaufstellen/

https://praxistipps.focus.de/wasserqualitaet-testen-diese-moeglichkeiten-gibts_57736​

Ihr Hevert-Umweltmanagement